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Network-as-a-Service für KMU: Muss man wirklich die gesamte Netzwerkinfrastruktur kaufen?

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Server, Switches, Firewalls, Lizenzen, Wartung, Updates. Und dann braucht es noch jemanden, der sicherstellt, dass alles reibungslos funktioniert. Jahrelang schien die Regel für ein zuverlässiges Unternehmensnetzwerk einfach: alles kaufen, installieren und intern verwalten. Aber ist das heute wirklich noch notwendig?

Mit Network-as-a-Service (NaaS) ändert sich die Logik: Das Netzwerk wird zum Service – mit besser planbaren Kosten, zentralisiertem Management und einer Infrastruktur, die mit dem Unternehmen mitwachsen kann. In der Praxis bedeutet das: weniger Zeit, die für die Verwaltung des Netzwerks aufgewendet werden muss. Mehr Zeit, um es zu nutzen.

Ein Netzwerk für 10 Personen ist kein Netzwerk für 150

Es mag selbstverständlich klingen, doch viele Unternehmen verwalten ihre IT-Infrastruktur noch immer so, als hätten alle dieselben Anforderungen. Das ist nicht der Fall.

Ein kleines Unternehmen mit wenigen Mitarbeitenden benötigt möglicherweise vor allem eine zuverlässige Verbindung, stabiles WLAN und grundlegende Sicherheit. Ein Unternehmen mit Dutzenden oder Hunderten von Nutzern muss hingegen mehr Geräte, Zugänge, Standorte, Cloud-Anwendungen und Sicherheitsanforderungen verwalten. Und wenn das Unternehmen wächst, nimmt auch die Komplexität zu.

Genau hier wird das Modell Network-as-a-Service interessant: Anstatt heute ein Netzwerk zu planen und dabei zu versuchen, vorherzusagen, was in drei Jahren benötigt wird, kann die Infrastruktur schrittweise an die tatsächlichen Anforderungen des Unternehmens angepasst werden.

Kleines Unternehmen, kleines Problem? Nicht ganz.

Ein KMU zu sein bedeutet nicht, dass die IT-Risiken automatisch kleiner sind. Im Gegenteil: Oft stehen intern weniger Ressourcen zur Verfügung, um sich darum zu kümmern.

Konfigurationen, Updates, Sicherheit, Monitoring und Support können schnell zu Aufgaben werden, die dem IT-Team wertvolle Zeit nehmen ... sofern es überhaupt ein internes IT-Team gibt.

Das NaaS-Modell verlagert einen Teil dieser Komplexität in einen Managed Service: Hardware, Konfiguration, Lizenzen, Monitoring und Support können in einem einzigen Betriebsmodell zusammengeführt werden.

Das Ergebnis? Das Netzwerk ist keine Sammlung von Geräten mehr, die verwaltet werden müssen, sondern ein Service, der einfach genutzt werden kann.

Und was passiert, wenn das Unternehmen wächst?

Aus zehn Nutzern werden fünfzig. Dann hundert. Ein zweiter Standort kommt hinzu. Dann Remote Work. Danach neue Geräte, Cloud-Anwendungen, IoT-Systeme und Zugänge, die geschützt werden müssen. Genau hier beginnt ein Netzwerk, das “ein für alle Mal” konzipiert wurde, häufig an seine Grenzen zu stossen.

Ein NaaS-Modell ermöglicht es dagegen, Infrastruktur und Services schrittweise zu skalieren und an das Wachstum des Unternehmens anzupassen.

Je nach Grösse und Anforderungen des Unternehmens stehen unterschiedliche NaaS-Modelle zur Verfügung, mit Konfigurationen für Unternehmen von weniger als 10 bis hin zu rund 150 Arbeitsplätzen. Ziel ist es, sowohl überdimensionierte Infrastrukturen als auch Lösungen zu vermeiden, die bereits nach wenigen Monaten nicht mehr ausreichen.

Hardware kaufen oder ein Ergebnis kaufen?

Das ist wahrscheinlich eine der interessantesten Veränderungen. Im traditionellen Modell kauft ein Unternehmen Hardware, Lizenzen, Wartung und das erforderliche Know-how, um alles zu verwalten.

Mit Network-as-a-Service geht es hingegen darum, das Ergebnis zu beziehen: ein verfügbares, sicheres und aktuelles Netzwerk, das auf die tatsächlichen Anforderungen zugeschnitten ist.

Das Modell ermöglicht ausserdem, einen Teil der Ausgaben von CAPEX zu OPEX zu verlagern, wodurch die Anfangsinvestitionen reduziert und die Kosten langfristig besser planbar werden.

Es bedeutet nicht einfach, “Switches zu mieten”. Es bedeutet, die Art und Weise zu verändern, wie IT-Infrastruktur genutzt und bezogen wird.

Das Netzwerk sollte sich nicht erst melden, wenn etwas nicht mehr funktioniert

Traditionell sind viele IT-Aktivitäten reaktiv. Etwas passiert. Ein Ticket wird eröffnet. Jemand untersucht das Problem. Jemand greift ein.

Modernes Networking entwickelt sich jedoch in die entgegengesetzte Richtung: Die Infrastruktur wird kontinuierlich überwacht, um ungewöhnliche Signale zu erkennen, bevor daraus für die Nutzer sichtbare Probleme entstehen.

Das NaaS-Modell integriert Monitoring und zentralisiertes Infrastrukturmanagement mit dem Ziel, von einer überwiegend reaktiven Verwaltung zu einem proaktiveren und vorausschauenderen Ansatz überzugehen.

Für ein Unternehmen bedeutet das etwas sehr Konkretes: weniger Zeit damit zu verbringen, Problemen hinterherzulaufen.

Mehr Standorte, mehr Cloud, mehr Geräte. Ein Dashboard.

Die Komplexität moderner Netzwerke entsteht nicht nur durch die Anzahl der Nutzer. Sie entsteht auch durch die Vielzahl der Umgebungen, die kontrolliert werden müssen.

Physische Standorte, Mitarbeitende im Homeoffice, Cloud-Anwendungen, mobile Geräte und Edge-Systeme müssen innerhalb derselben Infrastruktur zusammenarbeiten.

Deshalb gewinnen Technologien wie SD-WAN, Cloud-Management und zentralisierte Plattformen zunehmend an Bedeutung.

Das Ziel ist eine einheitliche Sicht auf das Netzwerk: Performance, Konfigurationen, Sicherheit und Anomalien können von einem zentralen Punkt aus überwacht werden, anstatt jede Komponente separat zu verwalten.

Und die Sicherheit?

Hier sollte die Antwort einfach sein: Sie darf nicht erst nachträglich hinzugefügt werden.

Jedes neue Gerät, jeder neue Standort und jeder zusätzliche Remote-Zugang vergrössert die potenzielle Angriffsfläche. Deshalb wachsen Networking und Cybersecurity immer stärker zusammen.

Das NaaS-Modell ermöglicht es, Sicherheit, Updates und Monitoring direkt in die Netzwerkarchitektur zu integrieren, anstatt sie als separate Elemente zu behandeln.

Das ist besonders relevant in einem Umfeld, in dem Geschäftskontinuität, Datenschutz und Resilienz auch für KMU zu zentralen Prioritäten geworden sind.

Welches Netzwerk braucht Ihr Unternehmen also wirklich?

Wahrscheinlich nicht das grösste. Und auch nicht das teuerste. Sie brauchen ein Netzwerk, das mit Ihrem Unternehmen mitwachsen kann.

Ein Unternehmen mit weniger als 10 Mitarbeitenden benötigt möglicherweise vor allem Einfachheit und Zuverlässigkeit.

Ein Unternehmen mit 50 Mitarbeitenden wird zunehmend mehr Kontrolle und Sicherheit benötigen.

Eine Organisation mit 100 oder 150 Nutzern hat wiederum andere Anforderungen an Performance, Management und Geschäftskontinuität.

Genau darin liegt der Vorteil von Network-as-a-Service: Ausgangspunkt sind die tatsächlichen Bedürfnisse des Unternehmens und nicht eine Liste der Hardware, die gekauft werden muss.

Vielleicht lautet die Frage nicht mehr: “Welches Netzwerk soll ich kaufen?”

Vielleicht lautet die richtige Frage: Warum sollte ich mich überhaupt noch selbst um all das kümmern?

Mit Network-as-a-Service können Infrastruktur, Management, Sicherheit und Support Teil eines einzigen Services werden, der sich flexibel an das Wachstum des Unternehmens anpasst.

  • Weniger Hardware, die verwaltet werden muss.
  • Weniger Komplexität im Betrieb.
  • Mehr Zeit, sich auf das zu konzentrieren, was das Netzwerk wirklich tun soll: das Geschäft am Laufen halten.