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Die Einführung von Hybrid-Cloud- und Multi-Cloud-Strategien bietet Unternehmen erhebliche Vorteile, darunter die Mobilität von Workloads, die flexible Anpassung des Ressourcenverbrauchs sowie den schnellen Zugang zu technologischen Innovationen.
Gleichzeitig steigen jedoch die Erwartungen der Kunden in Bezug auf Resilienz deutlich. Unternehmen benötigen leistungsfähige Lösungen, die nicht nur Daten schützen, sondern auch die Besonderheiten cloud-nativer Architekturen und moderner Anwendungen berücksichtigen und im Ernstfall eine reibungslose sowie schnelle Wiederherstellung gewährleisten.
Ein aktueller Marktbericht bestätigt dieses Wachstum: Über 55 % der Unternehmen planen die Einführung von Multi-Cloud- oder Hybrid-Cloud-Modellen. Gleichzeitig gibt rund ein Drittel an, in den letzten zwei Jahren eine Unterbrechung erlebt zu haben, wobei 28 % dieser Ausfälle auf Störungen im Public-Cloud- oder SaaS-Bereich zurückzuführen waren.
Während die Bedeutung eines Backups für Microsoft 365 inzwischen weitgehend bekannt ist, wird das Thema im Kontext von Public Cloud häufig unterschätzt. Marketingbotschaften der Cloud-Anbieter vermitteln den Eindruck, dass alles mit wenigen Klicks abgesichert sei. Hinzu kommen verbreitete Fehlannahmen, etwa das Vertrauen auf integrierte Papierkorb- oder Undo-Funktionen oder auf die Resilienz der Serverinfrastruktur. Diese Faktoren führen zu der falschen Annahme, dass ein zusätzliches Backup nicht erforderlich sei.
Es mag selbstverständlich klingen, doch die goldene Regel bleibt unverändert: Jedes Datum benötigt ein Backup – unabhängig davon, wo es gespeichert ist.
Das Shared-Responsibility-Modell von Azure
Um die Notwendigkeit eines Backups vollständig zu verstehen, ist ein Blick auf das Shared-Responsibility-Modell von Microsoft erforderlich.
Zur Gewährleistung einer hochverfügbaren Infrastruktur unterteilt Azure seine Rechenzentren in geografische Regionen, die über ein Netzwerk mit geringer Latenz miteinander verbunden sind. Dieses redundante und vernetzte Design erhöht die Resilienz und Verfügbarkeit der Infrastruktur, indem Daten zwischen verschiedenen Verfügbarkeitszonen und Regionen repliziert werden. Das Ergebnis ist eine optimierte Nutzererfahrung für Unternehmen und Endanwender.
Trotz der hohen Servicequalität und der leistungsfähigen Infrastruktur von Azure bleibt Datenverlust jedoch eine reale Möglichkeit. Werden Daten beispielsweise versehentlich gelöscht, führt ein fehlerhaftes Update zu Problemen oder erfolgt ein Ransomware-Angriff, werden diese Änderungen automatisch über alle replizierten Standorte hinweg übernommen. Infolgedessen können Anwendungen und Daten verloren gehen oder kompromittiert werden.
Um maximale Verfügbarkeit sowie regulatorische Konformität sicherzustellen, ist daher eine durchdachte und eigenständige Backup-Strategie unerlässlich.
Warum ein Managed Service Provider für das Backup sinnvoll ist
Die Migration in die Public Cloud folgt bei vielen Unternehmen einem ähnlichen Muster.
Häufig wird die Komplexität unterschätzt. Wenn Cloud-Services in die bestehende Datenschutzstrategie integriert werden sollen, besteht der erste Schritt oft darin, vorhandene On-Premises-Tools lediglich um eine Cloud-Speicherebene zu erweitern. Viele Unternehmen stellen jedoch schnell fest, dass der Mehrwert cloudbasierter Datensicherung nicht allein in der Speicherlocation liegt, sondern vielmehr in der kontinuierlichen und professionellen Verwaltung der gesamten Lösung.
Dies spiegelt sich auch in aktuellen Zahlen wider: Im Jahr 2024 nutzten rund 49 % der Unternehmen reine Cloud-Speicherlösungen, während 51 % einen Managed Backup Service in Anspruch nahmen. Besonders aufschlussreich ist, dass nahezu die Hälfte der Unternehmen von einer internen Verwaltung auf einen Managed Service umgestiegen ist. Dies bestätigt, dass zur vollständigen Ausschöpfung der Vorteile cloudbasierter Datensicherung die Unterstützung erfahrener Experten entscheidend ist.