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Im digitalen Zeitalter stehen Unternehmen vor immer komplexeren Herausforderungen, um wettbewerbsfähig zu bleiben und auf neue Marktanforderungen zu reagieren. In diesem Umfeld stellt die Migration in die Cloud für viele Organisationen eine strategische Entscheidung dar, die mehr Flexibilität, Skalierbarkeit und Zugang zu innovativen Technologien bietet.
Bevor ein Migrationsprozess gestartet wird, ist es jedoch wichtig, einige grundlegende Schritte zu berücksichtigen:
- Bewertung der Ressourcen: Daten, Anwendungen und Infrastrukturen identifizieren, die migriert werden sollen, und die entsprechenden technischen und geschäftlichen Anforderungen bewerten.
- Planung: eine klare Migrationsstrategie definieren, um Ausfallzeiten und mögliche Risiken zu minimieren.
- Change Management: Stakeholder einbeziehen und Mitarbeitende auf die Nutzung neuer Tools und Prozesse vorbereiten.
- Monitoring und Optimierung: Ressourcen, Performance und Kosten kontinuierlich überwachen, um die Infrastruktur langfristig effizient zu halten.
Was ist bei einer Migration zu Microsoft Azure zu erwarten?
Die Migration zu Microsoft Azure umfasst die Übertragung und, wo erforderlich, die Modernisierung der IT-Ressourcen eines Unternehmens, wie Daten, Anwendungen und Infrastrukturen, innerhalb der Microsoft-Cloud-Plattform. Für ein Unternehmen bedeutet die Migration in die Cloud in erster Linie, die eigene IT-Infrastruktur weiterzuentwickeln und damit die Grundlage für die Modernisierung von Anwendungen und Prozessen zu schaffen.
Die Transformation kann anfängliche Investitionen und eine Umstellungsphase erfordern, langfristig jedoch erhebliche Vorteile hinsichtlich Flexibilität, Skalierbarkeit, Resilienz und Innovationsmöglichkeiten bieten.
Betrachten wir daher die 4 wichtigsten Aspekte, die berücksichtigt werden sollten, bevor eine Migration zu Azure gestartet wird.
1. Klare SLAs und Verfügbarkeit
Eines der Hauptziele bei der Einführung der Cloud ist die Gewährleistung einer hohen Verfügbarkeit von Services und Anwendungen. Kunden und Mitarbeitende erwarten, jederzeit und von unterschiedlichen Orten und Geräten auf Unternehmensplattformen und -tools zugreifen zu können.
Microsoft Azure bietet Service Level Agreements (SLAs) für verschiedene Services und Konfigurationen, sodass Unternehmen Infrastrukturen mit definierten Verfügbarkeitsniveaus planen können.
Die Cloud ermöglicht zudem den Aufbau redundanter und resilienter Architekturen, wodurch die Risiken reduziert werden können, die mit dem Ausfall einzelner Infrastrukturkomponenten verbunden sind.
Dadurch lassen sich Themen wie Business Continuity, Backup und Disaster Recovery strukturierter angehen. Diese Aspekte werden für Organisationen, die stark von ihren IT-Systemen abhängig sind, immer wichtiger.
2. Skalierbarkeit
Skalierbarkeit ist einer der grössten Vorteile der Cloud-Nutzung. Wenn ein Unternehmen wächst oder Schwankungen in der Nachfrage bewältigen muss, muss sich die IT-Infrastruktur anpassen können, ohne Performance und Verfügbarkeit zu beeinträchtigen.
In einer Cloud-Umgebung können Ressourcen je nach Bedarf erhöht oder reduziert werden, sodass nicht die gesamte Infrastruktur auf Basis der maximal erwarteten Lastspitzen dimensioniert werden muss.
Anwendungsfall
Nehmen wir beispielsweise ein Produktionsunternehmen, das ein kontinuierlich wachsendes Auftragsvolumen bewältigen muss. Eine traditionelle IT-Infrastruktur kann unter Umständen nicht schnell genug skalieren, um auf die steigende Nachfrage zu reagieren, was zu Verzögerungen, Engpässen und betrieblichen Schwierigkeiten führen kann.
Die Herausforderung
Um das Wachstum zu unterstützen, entscheidet sich das Unternehmen daher, einen Teil seiner Infrastruktur zu Microsoft Azure zu migrieren. Die Möglichkeit, Ressourcen zu skalieren, wird zu einem wichtigen Faktor, um die IT-Umgebung an die Anforderungen der Organisation anzupassen.
Die Lösung
Mit den Azure-Services können Modelle der vertikalen und horizontalen Skalierung genutzt werden, indem die verfügbaren Ressourcen je nach Bedarf erhöht oder reduziert werden.
Dieser Ansatz kann verschiedene Vorteile bieten:
- Verbesserte Skalierbarkeit: Die Infrastruktur kann sich schneller an Veränderungen der Nachfrage anpassen.
- Kostenoptimierung: Ressourcen können auf Basis des tatsächlichen Bedarfs dimensioniert werden, wodurch das Risiko ungenutzter Kapazitäten reduziert wird.
- Mehr Agilität: Neue Services und Anwendungen können schneller implementiert werden.
- Bessere Performance: Eine flexiblere Infrastruktur kann dazu beitragen, auch in Zeiten hoher Auslastung eine bessere Leistung zu gewährleisten.
3. Weiterentwicklung der Anwendungen
Die Anforderungen von Unternehmen verändern sich schnell und mit ihnen müssen sich auch die Anwendungen weiterentwickeln.
Microsoft Azure bietet eine umfassende Cloud-Umgebung, die es ermöglicht, bestehende Anwendungen nicht nur zu migrieren, sondern sie auch zu modernisieren und neue Anwendungen zu entwickeln, indem moderne Technologien und Architekturen genutzt werden.
Je nach Bedarf können Ansätze auf Basis von Containern, Microservices und Cloud-Native-Services eingesetzt werden, wodurch Entwicklung und Deployment von Anwendungen flexibler werden.
Azure bietet ausserdem Tools zur Automatisierung von Teilen des Entwicklungs-, Test- und Release-Prozesses, wodurch Unternehmen den Lebenszyklus ihrer Anwendungen effizienter verwalten können.
Die Cloud-Migration wird damit nicht nur zu einer Möglichkeit, bestehende Infrastruktur zu übertragen, sondern auch dazu, das eigene Anwendungs-Ökosystem neu zu denken und zu modernisieren.
Dadurch können sich Unternehmen schneller an neue Marktanforderungen anpassen. Gleichzeitig entsteht eine technologische Basis für die Einführung neuer Services, beispielsweise in den Bereichen Daten, Automatisierung und künstliche Intelligenz.
4. Transparenz
Wo werden meine Daten gespeichert?
Daten gehören heute zu den wichtigsten Assets eines Unternehmens. Ihre Erfassung, Speicherung, ihr Schutz und ihre Nutzung sind daher zentrale Aspekte bei der Definition einer Cloud-Strategie.
Für Schweizer Organisationen verfügt Microsoft Azure über zwei Regionen innerhalb des Landes: die Deutschschweiz im Raum Zürich und die Westschweiz im Raum Genf. Die Verfügbarkeit einzelner Services kann zwischen den Regionen variieren.
Dadurch können Architekturen entwickelt werden, die auch Anforderungen in Bezug auf Datenlokalisierung, Latenz, Resilienz und Business Continuity berücksichtigen. Die Wahl einer Schweizer Region bedeutet jedoch nicht automatisch, dass alle Daten und alle damit verbundenen Verarbeitungsprozesse ausschliesslich in der Schweiz verbleiben: Dies hängt von den verwendeten Services, der gewählten Konfiguration und der gesamten Architektur ab.
Aus Sicht des Datenschutzes müssen Unternehmen zudem die Anforderungen des Bundesgesetzes über den Datenschutz (DSG) berücksichtigen. Der Eidgenössische Datenschutz- und Öffentlichkeitsbeauftragte weist bei der Nutzung von Cloud-Services unter anderem auf Aspekte wie die Rolle von Auftragsbearbeitern und Unterauftragsbearbeitern, die Datensicherheit sowie mögliche Übermittlungen personenbezogener Daten in Drittländer hin.
Aus diesem Grund sollten Compliance und Governance bereits während der Planungsphase der Cloud-Lösung berücksichtigt werden.
Wie nachhaltig ist die Nutzung der Cloud?
Ein weiteres zunehmend wichtiges Thema ist die Nachhaltigkeit. Microsoft investiert seit Jahren in Effizienz und die Reduzierung der Umweltauswirkungen seiner Infrastrukturen und stellt Tools zur Verfügung, mit denen Unternehmen die Nutzung ihrer Cloud-Ressourcen analysieren und optimieren können.
Die Nutzung gemeinsam verwendeter Infrastrukturen und die dynamische Anpassung von Ressourcen an den tatsächlichen Bedarf können zudem dazu beitragen, eine Überdimensionierung von IT-Systemen zu vermeiden. Auch hier hängt die Nachhaltigkeit jedoch davon ab, wie die Cloud-Umgebung konzipiert und genutzt wird.
Welche Kosten entstehen bei einer Cloud-Migration?
Azure verwendet nutzungsabhängige Modelle, mit denen Unternehmen ihre Kosten entsprechend den verwendeten Services und Ressourcen steuern können. Mit dem Pay-as-you-go-Modell können Ressourcen genutzt werden, ohne zwingend hohe anfängliche Investitionen in Hardware tätigen zu müssen, während Cost-Management-Tools die Überwachung und Analyse der Ausgaben ermöglichen.
Für vorhersehbare und langfristig genutzte Workloads stehen ausserdem Azure Reservations zur Verfügung. Bei Reserved Virtual Machine Instances nennt Microsoft mögliche Einsparungen von bis zu 72 % gegenüber Pay-as-you-go-Tarifen bei einer Bindung von einem oder drei Jahren. Die tatsächliche Einsparung variiert jedoch je nach Konfiguration, Region und Nutzung.
Um diese Vorteile tatsächlich nutzen zu können, muss die Cloud-Nutzung mit einem sorgfältigen Kostenmanagement und einer kontinuierlichen Optimierung einhergehen.
Unser Ansatz: das Cloud Adoption Framework
Um eine Migration erfolgreich umzusetzen, ist es wichtig, einer strukturierten Methodik zu folgen. Das Microsoft Cloud Adoption Framework unterstützt Organisationen dabei, die Cloud-Nutzung zu planen, umzusetzen und zu verwalten und dabei Geschäftsziele mit technologischen Entscheidungen zu verbinden.
Der Prozess beginnt mit der Definition der Strategie, wobei die Beweggründe und erwarteten Ergebnisse der Cloud-Nutzung identifiziert werden. Anschliessend wird ein Plan entwickelt, in dem Anwendungen, Infrastruktur, erforderliche Kompetenzen und Verantwortlichkeiten innerhalb der Organisation bewertet werden.
In der Ready-Phase wird die Cloud-Umgebung vorbereitet, wobei zentrale Elemente wie Networking, Identität, Sicherheit, Governance und die Ressourcenstruktur definiert werden. Microsoft betrachtet Azure Landing Zones als einen Referenzansatz zur Schaffung einer skalierbaren und kontrollierten Basis für die Azure-Umgebung.
Darauf folgt die Adopt-Phase, in der Anwendungen und Workloads je nach geschäftlichen Anforderungen migriert oder modernisiert werden. Governance, Sicherheit und operatives Management begleiten anschliessend den gesamten Lebenszyklus der Cloud-Umgebung.
Microsoft betont, dass Sicherheit in alle Phasen des Cloud-Adoption-Prozesses integriert werden sollte und nicht als separate Aktivität betrachtet werden darf.
Das abschliessende Ziel besteht daher nicht nur darin, eine Migration abzuschliessen, sondern eine Umgebung zu schaffen, die kontinuierlich überwacht, gesteuert und optimiert werden kann.
Der Mehrwert einer strukturierten Cloud-Transformation
Die Zusammenarbeit zwischen Var Group Suisse und Microsoft verbindet technologisches und methodisches Know-how, um Unternehmen bei der Einführung von Microsoft Azure zu begleiten.
Var Group Suisse kann Organisationen in den verschiedenen Phasen dieses Prozesses unterstützen: von der ersten Analyse und der Definition der Strategie über die Architekturplanung und Migration bis hin zur anschliessenden Verwaltung und Optimierung der Cloud-Umgebung.
Ziel ist es, den Kunden während des gesamten Transformationsprozesses zu begleiten und dabei nicht nur technologische Aspekte, sondern auch Sicherheit, Governance, Performance und Kostenkontrolle zu berücksichtigen.
Zusammenfassend kann eine Migration zu Microsoft Azure, wenn sie richtig geplant und umgesetzt wird, Schweizer Unternehmen eine flexiblere und skalierbare Plattform bieten, die Innovation und langfristiges Wachstum unterstützt.